Halbakt im Freilicht 1978

130
Akt
Halbakt im Freilicht
re. u. A. Lutz 78.
960 : 810
Öl/Leinwand
Privatsammlung ot
"Neben Landschaft, Porträt und Stillleben pflegt Anton Lutz seit dem Ende der 1920er Jahre auch das Thema des weiblichen Akts. Dabei verwendet der Künstler zur Steigerung des farbigen Ausdrucks ein stets wechselndes Beiwerk. Ein paar Bauernkrüge, ein Stuhl oder das um den Körper geschlungene Tuch bilden dabei das Arrangement. Ab den 1950er Jahren wird der Freilichtakt für Lutz zum bevorzugten Genre erhoben. Es geht nun um die konturlose Darstellung Licht und Materie; ein reges koloristisches Spiel zwischen sich auflösendem Raum und Figur, die er im Inkarnat von der natürlichen Körperfarbe befreit. Der Halbakt von 1978 gibt dafür ein besonders delikates Beispiel. (Bernhard Barta, 2025)

Provenienz: Privatbesitz, Oberösterreich.
"In seinen Gemälden macht Anton Lutz die Farben des Lichtes zu den Hauptakteuren. Er gestaltet die Freiheit des Lichtes, jeden Gegenstand und jede Farbe "in einem anderen Licht" erscheinen zu lassen. Ohne sich von der konkreten Sinnlichkeit des Menschen zu entfernen, ohne daher abgehoben zu wirken, weisen seine Gemälde stets auf das Besondere, auf die spezielle Schönheit der jeweils ganz individuellen Darstellungssituation hin. Der Gegenstand als Träger von Farbe und Licht erhält erst durch diese beiden Erscheinungskräfte sein individuelles Gepräge, seine individuelle Schönheit. Anton Lutz war stets ein Suchender nach dieser Schönheit, deren Eindruck er mit seiner Kunst immer wieder von neuem malerisch zu erfassen trachtete." Peter Assmann, Anton Lutz, Landesverlag Linz, 1992, S 46.